Montag, 8. Februar 2010

Verbraucher - Energieriesen 1:1

Glückliche Wendung im Fall Wärmepumpe. Kommissar Zufall hat ermittelt, dass mitten durch Grevenbroich eine Netzbetreibergrenze verläuft. Kapellen wird nicht - wie von mir angenommen - durch die NEW Netz GmbH versorgt, sondern von der RWE Rhein-Ruhr Verteilnetz GmbH. Dort habe ich heute angerufen und die Thematik mit äußerst netten Damen und Herren erörtert.
Fazit: RWE ist es piepegal, ob ich meine Wärmepumpe oder den LHC an den Hausstromzähler anschließe. Einzige Bedingung ist, dass die Anschlussleistung nicht höher als angemeldet ausfällt. Die Alpha-InnoTec SWC 70H hat eine Leistungsaufnahme von 1,57 kW und 3,1 Ampère. Der LHC benötigt 120.000 kW und 11.700 Ampère. Selbstverständlich kommt auch für den Teilchenbeschleuniger nur grüner Strom in Frage. Die Betriebsstunde würde mich ca. 23.000,-- EUR kosten, das Jahr ~ 200 Mio. EUR. Eigentlich nicht viel für einen Blick an den Anfang des Universums.
Aber l
eider kostet der LHC selbst knapp 3,8 Mrd. EUR; d.h. wenn ich morgen die Bank anrufe und die Darlehenssumme erhöhen will, werden die wohl mit der bestellten Grundschuld nicht auskommen. Ich glaube auch nicht, dass mir irgendein Notar auf diesem Planeten 3,8 Mrd. EUR auf unser 268 m² Grundstück schreibt. Daher bleibt es vorerst nur bei der Wärmepumpe und Urknallforschung muss weiterhin in Genf stattfinden.
Ein fader Nachgeschmack bleibt trotzdem. Durch einen glücklichen Zufall darf ich meine Wärmepumpe jetzt (unterbrechungsfrei) über den Hausstrom betreiben, ein Wärmepumpenbetreiber anderthalb Käffer weiter westlich muss einen separaten Stromzähler installieren lassen. Ich lasse die Anfrage an die Bundesnetzagentur aus reinem Interesse bestehen. Mal sehen was rauskommt. Bisher hat man mir lediglich den Eingang der Beschwerde bestätigt.

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